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Artikel veröffentlicht am 05.04.2025 um 16:12 Uhr
Mit Effizienz und Aluminiumglück: Ansbach bejubelt 2:1-Coup beim Tabellenführer!
SPIELTAG AKTUELL Am 28. Spieltag gastierte die SpVgg Ansbach bei Spitzenreiter 1. FC Schweinfurt 05 und landete nach 90 spannenden Regionalliga-Minuten einen echten Coup. Bereits in der Anfangsphase brachte Schmidt (11.) Ansbach glücklich in Front, ehe nach der Pause der insgesamt verdiente Ausgleich fiel. Doch ein Oberseider-Kopfball zum 2:1 sorgte für glückliche Gesichter bei den Nullneunern, die zudem mit Fortuna im Bunde waren.
Von Fabian Strauch
Die SpVgg Ansbach bejubelte einen 2:1-Überraschungserfolg bei Tabellenführer 1. FC Schweinfurt 05.
Archivfoto: Dirk Meier
Für das Gastspiel beim Tabellenführer tauschte Ansbachs Coach Niklas Reutelhuber sein Sturmduo aus und schickte Ücüncü gemeinsam mit Schmidt für Kroiß und Sperr, die zunächst auf der Bank Platz nahmen, von Beginn an aufs Feld. Für den gelb-gesperrten Weeger verteidigte Youngster Abdennour in der Startelf.

Schmidt düpiert Schneller

Vom Anpfiff weg übernahm Schweinfurt zwar die Initiative, mehr als mehrere Halbchancen konnte man sich gegen wache Nullneuner aber zunächst nicht erarbeiten. Anders die Gäste aus Mittelfranken, die sich in der 14. Minute durch Schmidt per Doppelchance erstmals offensiv zwingend anmeldeten, aber Schnüdel-Schlussmann Schneller verhinderte zweimal glänzend den Rückstand. Dieser sollte dann aber nur 120 Sekunden später eintreten, als Schmidt aus rund 20 Metern Entfernung wuchtig abzog und Schneller zwischen den Heimpfosten mit seinem Flatterball zur Gäste-Führung recht unbeholfen aussehen ließ. Der Primus brauchte rund zehn Minuten, um sich vom Gegentor-Schock zu erholen, dann lenkte SpVgg-Keeper Heid eine Bogenlampe von Thomann mühelos über die Latte. In der 38. Minute kam Trslic nach einer der zahlreichen und wenig ergiebigen Schweinfurter Eckbällen zum Kopfball, setzte diesen aber ein gutes Stück weit über den Querbalken. Bis zum Halbzeitpfiff mussten die Nullneuner noch zwei brenzlige Situationen überstehen. Zunächst erzielte der Spitzenreiter den vermeintlichen Ausgleich, allerdings wurde Heid bei der Entstehung regelwidrig von seinem Gegenspieler angegangen und so wurde der Angriff bereits abgepfiffen, bevor das Runde im Eckigen landete. Auch bei der letzten Gelegenheit stand der Nullneuner Torhüter im Blickpunkt, als er einen strammen Distanzschuss von Thomann im Nachfassen zur sicheren Beute erklärte. So ging es mit einer knappen Führung für effektive Ansbacher in die Kabinen, wobei die Schnüdel klar mehr Spielanteile verbuchen konnten.

Die Nullneuner kamen gut aus der Halbzeitpause, doch Hayer zielte gegen den bereits geschlagenen Schneller neben den Kasten und Schelhorn fand im Schnüdel-Keeper seinen Meister (48., 52.). Sieben Zeigerumdrehungen später war erneut Schneller erster Sieger, als er gegen den an der Fünfergrenze abschließenden Ücüncü erfolgreich sein Tor verteidigte. Auf der Gegenseite zeigten sich die Hausherren dann in einer eigentlich harmlosen Situation kaltschnäuzig, nachdem man sich vor dem Gäste-Strafraum das Leder über mehrere Stationen zuspielte und sich letztlich Fery ein Herz fasste und rechts unten aus Sicht des Schützen zum 1:1-Ausgleich einnetzte (62.). Schweinfurt blieb optisch weiter überlegen, traf im eigenen Angriff aber oftmals die falschen Entscheidungen. So auch nach 79 Minuten, nachdem Müller eine Dellinger-Vorarbeit freistehend vergab und zuvor zudem im Abseits startete. Die Ansbacher hingegen erarbeiteten sich nach 81 Minuten einen Eckball durch den eingewechselten Sperr, den - getreten von Kroiß - Oberseider mit Anlauf zum umjubelten 2:1 der Nullneuner in die Maschen wuchtete. Der Spitzenreiter antwortete mit wütenden Angriffen, scheiterte aber wie Einsiedler an einem Abwehrbein der Gäste oder hatten ihr Visier zu hoch eingestellt (85., 87.). Einmal tief durchatmen war auf Nullneuner-Seite dann nochmal in der 89. Spielminute angesagt, weil Schweinfurts Dellermann von halbrechts nach einem weiten Freistoß die Haltbarkeit des Torpfostens überprüfte. Als danach auch Tranziska nach einer Ecke über das Tor köpfte, war der Auswärtscoup der Nullneuner in trockenen Tüchern.

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Ergebnisse Regionalliga Bayern



Tabelle Regionalliga Bayern

Pl.
Team
Sp
Tore
Pkt
2
27
44:27
49
3
28
52:38
48
4
27
38:23
47
8
28
56:53
37
9
28
45:48
37
10
26
38:44
37
13
26
38:44
34
15
27
37:38
30
16
27
27:55
22
Bei Punktgleichheit: Torverhältnis

Stenogramm Regionalliga Bayern

Tore: 1:0 Stoßberger (28.), 1:1 Unsöld (61.), 2:1 Bahar Sam. (63.)
Gelbe Karten: Tavra (80.) / Dell'Erba (24.), Chávez (62.), Della Rovere (90.)
Zuschauer: 1395 | Schiedsrichter: Peter Dotzel (TSV Heidenfeld)
Tore: 1:0 Glessing (1.), 1:1 Luburic (17.)
Gelbe Karten: Pfaumann (90.+1) / Greisel (15.), Ostrzolek (33.)
Zuschauer: 315 | Schiedsrichter: Angelika Söder (TSV Ochenbruck)
Tore: 0:1 Schmidt (16.), 1:1 Fery (62.), 1:2 Oberseider (81.)
Gelbe Karten: Schmitt (70.), Piwernetz (71.) / Dietrich (30.), Heid (87.)
Zuschauer: 2304 | Schiedsrichter: Elias Wörz (TSV Friesenried)
Tore: 0:1 Scobel (12.), 0:2 Obiogumu (15.), 1:2 Pfahlmann (23.), 1:3 Gögce (30.), 2:3 Schmitt (41.), 3:3 Auer (64.), 4:3 Hushcha (71.), 4:4 Gögce, Foulelfmeter (89.)
Gelbe Karten: Auer (68.) / Gögce (62.)
Zuschauer: 642 | Schiedsrichter: Fabian Buechner (FC Mariakirchen)
Tore: 0:1 Baier, Foulelfmeter (22.), 0:2 Obolkin (45.), 0:3 Nene (78.)
Gelbe Karten: Lermer (75.), Wagner A. (82.) / Stein (43.) | Gelb-rote Karten: Wagner A. (89.) / -
Zuschauer: 450 | Schiedsrichter: Manuel Steigerwald (TSV Karlburg)
Tore: 0:1 Jünger (31.), 0:2 Özbay (74.)
Gelbe Karten: - / Härtl (34.), Zitzelsberger (48.), Gottmeier (82.), Müller J. (90.+3)
Zuschauer: 368 | Schiedsrichter: Andreas Dinger (TSV Bischofsgrün)
Tore: 1:0 Aigboje (25.), 2:0 Aigboje (38.), 2:1 Bachschmid (82.), 3:1 Hrgota (85.)
Gelbe Karten: Adlung (59.) / Walchhütter (90.)
Zuschauer: 192 | Schiedsrichter: Maximilian Ziegler (1. FC Lindach)
FC Würzburger Kickers: Hipper, Winkler, Uhl, Hägele, Wessig, Hannemann, Wieselsberger (32. Montcheu), Kraus (90. Awassi), Meisel, Akhalaia (20. Fesser, 87. Harz), Junge-Abiol (82. Japaur) / Langner
Tore: 0:1 Junge-Abiol (45., Kraus)
Gelbe Karten: Volkmuth - Foulspiel (77.) / Kraus - Foulspiel (31.), Wessig - Foulspiel (44.), Junge-Abiol - Halten/Trikotziehen (79.)
Zuschauer: -
Türkgücü München: Thiel F., Rech, Haimerl, Hoppe, Dzemailji (79. Bekaj), Lindner J., Hutterer (46. Vjestica), Tosun (82. Reich), Tunc, Cekic (79. Calderon), Celani (79. Porta) / Noggler, Drobny, Coric, Popovic
Tore: 0:1 Fenninger (17.), 0:2 Zejnullahu, Foulelfmeter (38.), 0:3 Lippert (54.), 1:3 Cekic (64.), 1:4 Frey (75.)
Gelbe Karten: Haimerl (55.) / Weber T. (14.)
Zuschauer: 238 | Schiedsrichter: Maximilian Graf (1. JFG Rhön)

Torschützen Regionalliga Bayern


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