Irgendwie sollte es für den ASV Vach an diesem Tag einfach nicht sein. Symptomatisch für den Spielverlauf war wohl die 94. Minute, als Krapfenbauer zunächst im Strafraum zu Fall kam - der Pfiff des Unparteiischen aber ausblieb - und dann der Ball vor dem Tor entlang flipperte, ehe ihn Abtswind-Keeper Hefner auf der Torlinie zu fassen bekam.
Zu diesem Zeitpunkt agierten die Gäste bereits in Unterzahl, nachdem Kai Hufnagel nach 79 Minuten per Ampelkarte vom Platz musste. Doch auch mit zehn Mann drängten die Mittelfranken auf den Ausgleich.
So mussten sich die Vacher eigentlich nur einen, aber den doch entscheidenden Vorwurf gefallen lassen, dass die Chancenverwertung einmal mehr nicht dem Aufwand entsprach, den die Truppe mit einem starken Auftritt beim Primus betrieben hatte.
Schon zu Beginn hatten Nico Haas und Rico Röder gute Möglichkeiten zum Führungstor. Das markierten unter den Augen von Kleeblatt-Präsident Helmut Hack aber die Hausherren. Torjäger Pascal Kamolz traf mit seinem 8. Saisontor nach 29 Minuten die Gäste ins Mark.
Noch dicker kam es für Vach unmittelbar nach dem Seitenwechsel, als ein langer Ball auf Kamolz gespielt wurde und Zametzer sich im Zweikampf zu naiv anstellte und den Elfmeterpfiff verursachte. Adrian Dußler vollstreckte vom Punkt zum 2:0.
Dass Zametzer eigentlich ein Offensivmann ist, zeigte er beim Vacher Anschlusstreffer, den er per Steilpass auf Rico Röder einleitete, welcher dann eiskalt vollstreckte (67.) und eine heiße Schlussphase heraufbeschwörte.
Auch in Unterzahl spielte Vach stark und machte letztlich TSV-Keeper Patrick Hefner zum Matchwinner, wie sein Coach Petr Skarabela nach dem Spiel unterstrich: "Patrick Hefner hat die drei Punkte festgehalten. Unser Torwart ist der Matchwinner. Vach ist außerordentlich besetzt und mit uns die beste Mannschaft und tritt auswärts eine Klasse besser auf als daheim. Das hat uns gerade in der Schlussphase viele Probleme bereitet. Ein 2:2 wäre gerecht gewesen."
Norbert Hofmann durfte mit der Leistung seiner Elf ebenfalls zufrieden sein, auch wenn er mit dem fehlenden Elfmeterpfiff in der letzten Minute haderte: „Mich ärgert, dass der Schiedsrichter nicht den Mut hatte, Strafstoß zu pfeifen.“
Unterm Strich war man sich nach 90 umkämpften, aber fairen Minuten einig, wie Hofmann treffen resümierte: "Wir haben von der ersten Minute ein absolutes Spitzenspiel gesehen. Beide Mannschaften stehen zu Recht oben."
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